Die Auszeichnung
Mit der Brillat Savarin Plakette werden Persönlichkeiten mit besonderen Verdiensten um die Gast- und Tafelkultur geehrt.
Namensgeber ist der französische Jurist und Richter Jean Anthelme Brillat Savarin, der als Feinschmecker und Autor der Physiologie des Geschmacks in die Geschichte einging.
Von 1955 bis heute wurde die Brillat Savarin-Plakette an 68 Persönlichkeiten verliehen Durch die herausragende Bedeutung der Ausgezeichneten, zu denen Branchenpersönlichkeiten aus dem In- und Ausland zählen, erwarb die Ehrung eine hohe Anerkennung und wurde zu einem der renommiertesten Preise des Gastgewerbes.
Unterstrichen wird diese Bedeutung durch die Preisverleihung, in deren Rahmen sich frühere Plakettenträger sowie hochrangige Vertreter der Branche und des öffentlichen Lebens ein Stelldichein geben.
DIE PLAKETTE
Die Brillat Savarin-Plakette besteht aus einer Plakette und einer Urkunde.
Die Plakette wurde 2007 durch den Sauerländer Künstler, Gold- und Silberschmied Bert Dusil, neu interpretiert.
Seit dem Jahr 2024 wird die Plakette auf handverlesenen, viele Millionen Jahre alten Steinen eingelassen. Mit Sorgfalt wählt die Goldschmiede Dusil den zu jedem Plakettenträger passenden Stein aus.
Ein 382 Millionen alter Roteisenstein entstanden am untermeerischen Vulkan am Martenberg bei Adorf (Hessen) bildete die Basis für die Plakette für Rolf Seelige-Steinhoff von den SEETELHOTELS an der Ostseeküste.
Mit unzähligen kleinen Löchern ist der auch „Schaumkalk“ genannte Zechstein durchzogen, der an die Perlage von Champagner denken lässt – eine schöne Verbindung zum Plakettenträger Thomas Schreiner von Champagne Laurent-Perrier. Der Fundort des 258 Millionen Jahre alten Zechsteins ist der Bilstein bei Marsberg im Sauerland.
(PDF zum download bei Klick auf die Abbildungen)
DIE GESCHICHTE
Die Brillat Savarin-Plakette geht auf die Brillat Savarin-Stiftung zurück, die von Ludwig Metzler, Präsident des Internationalen Genfer Verbandes der Hotel- und Gaststättenangehörigen, vor über sechzig Jahren ins Leben gerufen wurde.
Bis zum Jahr 2005 verlieh die Brillat Savarin-Stiftung e.V. jährlich die Plakette. 2006 wurde die BS-Stiftung e.V. aufgelöst und ging, einschließlich der Mitglieder, in die GAD Gastronomische Akademie Deutschlands e.V. über, und die Verleihung der Plakette erfolgte erstmals gemeinschaftlich mit der FBMA Stiftung.
Seit 2007 ist die Brillat Savarin-Plakette in der Obhut der FBMA-Stiftung übergegangen.
DER NAMENSGEBER
Brillat Savarin wurde am 1. April 1755 in Belley im französischen Jura geboren. Aus seiner Familie waren wichtige Beamte für den höheren Staatsdienst und die Justiz hervorgegangen. Brillat Savarin schlug denselben Weg ein und wurde nach Beendigung seines Rechtsstudiums Zivilrichter der Vogtei Belley.
Während der Revolution von 1789 war Brillat Savarin in der konstituierenden Versammlung in Paris. Man ernannte ihn zum Präsidenten des Zivilgerichts, aber bald wurde er seines Amtes wieder enthoben.
Die Niederlage der Gironde veranlasste ihn 1793 zur Emigration nach Amerika. 1796 kehrte er nach Frankreich zurück und hatte später einen wichtigen Posten beim Oberappellationsgericht in Paris. Brillat Savarin verstarb am 2. April 1826.
Unsterblich wurde Brillat Savarin in seiner Eigenschaft als Feinschmecker. An seinem Buch über die Physiologie des Geschmacks arbeitete er 25 Jahre lang. Es erschien erst 1826 und ist ein Kompendium literarischen, philosophischen und leiblichen Genusses.
SINNSPRÜCHE
von Brillat Savarin
„Der Mensch muss essen, wie alle anderen Lebewesen; doch ist es der Wille der Natur, dass der Mensch gut essen soll!“
„Sage mir, was du isst, und ich will dir sagen, was du bist.“
„Das Schicksal der Nationen hängt von der Art ihrer Ernährung ab.“
„Pünktlichkeit ist die oberste Tugend des Kochs, es sollte auch die des Gastes sein.“
„Die Tiere fressen, der Mensch isst, der Mann von Geist versteht die Kunst zu essen.“
„Wer seine Freunde empfängt und sorgt nicht persönlich für das Mahl, verdient keine Freunde.“
„Die Entdeckung eines neuen Gerichtes beglückt die Menschheit mehr als die Entdeckung eines neuen Gestirnes.“
„Die Feinschmeckerei ist eine Wissenschaft, die den Hass entwaffnet, die Geschäfte erleichtert, das Vertrauen in der Freundschaft festigt, und die Wonnen der Liebe erhöht.“







